Scham ist vermutlich die am meisten verdrängte Emotion, die es gibt.

Was sind die Ursachen für Beziehungskonflikte, für Burnout, für Krankheit, für Armut, für Einsamkeit, für Krieg und Zerstörung?

Kann es sein, dass wir gar nicht so weit gehen müssten, um die Ursache dieser Probleme zu erkennen?

Kaum jemand fühlt wirklich seine Scham oder besser gesagt: Kaum einer will sie fühlen. Dabei ist sie sehr wichtig für uns und unser Leben in Gemeinschaft und sozialen Strukturen. Wenn ich mich falsch verhalten habe schäme ich mich. Warum? Damit ich wieder in die Gruppe aufgenommen werde. Ich bestrafe mich sozusagen selbst. Und unsere Kultur hat eine stillschweigende Übereinkunft darüber, dass wenn ich mich für mein Falsch-Sein schäme, dann darf ich wieder dazu gehören. Mit der Scham bestrafe ich mich und das ist der Preis dafür, dass ich wieder dabei sein darf.

Das ist menschlich angemessen für soziale Strukturen. Auch da kann man natürlich schauen, ob es in jedem Fall wirklich stimmig ist. Doch darauf möchte ich im Moment nicht eingehen. Vielmehr interessiert mich die Tatsache, dass wir in der Regel unsere Scham selbst nicht einmal fühlen. Wir haben Angst vor der Scham und diese Angst ist allermeistens so gut ins Unbewusste gedrückt, dass wir erst nach einigem Forschen auf unsere damit verbundenen Kompensationsmechanismen kommen.

Davon und noch von einigem mehr handelt dieser kleine Video-Vortrag:

Peter Hellwig: „Vom Umgang mit der Scham und Angst und anderen Gefühlen“

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