Als Kollektiv geht es darum, einen Schritt auf dem Weg der Bewusstseinsentwicklung zu machen. Dass  heißt, es nicht darum auf gleicher, also horizontaler Ebene, immer mehr anzuhäufen oder zu sammeln, sondern sich zu öffnen für mehr innere und äußere Freiheit. Dafür ist gerade in dieser Krise alles sehr gut vorbereitet. Denn das kollektive Bewusstsein ist in seinen Fassetten gerade durch die weltweite Krise nicht so fixiert, wie in normalen Alltagssituationen. Da ist mehr Bewegung und dadurch mehr Möglichkeiten auch für eine positive Entwicklung.

Wir sind so weit, dass wir in ein neues Bewusstsein eintreten können. An welchen Merkmalen können wir erkennen, dass wir wirklich so einen Schritt machen?

  • Wir kämpfen nicht mehr gegen uns selbst und unsere inneren Empfindungen und Gefühle, sondern erkennen an, dass wir nur so sein können wie wir gerade sind, weil DAS (ich) das Ergebnis von vielem ist: der Seele, der Kultur, des Kollektivs und den Taten des Kollektivs. Wir sind die Konsequenz der schmerzlichen und freiheitlichen Erfahrungen unserer direkten Vorfahren. Und dann kommt noch das individuelle eigene bisherige Leben mit Leid und Freud hinzu. Alles zusammen hat das aus uns gemacht, wer und was wir gerade sind. – Wie könnten wir anders sein, als wir jetzt sind? – Sind wir bereit, uns damit anzunehmen? Denn dann löst sich jeder Krieg in uns selbst auf und Frieden entsteht augenblicklich.

 

  • … wenn wir bei uns erkennen, dass wir weniger schnell in Angst und Panik verfallen und übereilt Lösungen benötigen, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht, sondern in diesen Momenten immer öfter die Möglichkeit haben, den Raum um uns herum größer werden zu lassen und dadurch die Angst zu haben und nicht die Angst zu sein. – Und wenn wir in Panik geraten, was immer wieder passiert, dann sprechen wir jemand vertrauten an. Wir öffnen uns für Hilfe und Halt, sei es körperlich nah oder zumindest über Telefon, Skype, Zoom. Wir können erkennen, dass wir einen weiteren Schritt in unserer Bewusstseinsentwicklung gemacht haben, wenn wir uns gegenseitig zuhören, da sein lassen, wo wir gerade sind und anerkennen, was gerade anerkannt werden will.

 

  • Wir erkennen, dass wir nicht allein auf der Welt leben. Wie sehen, dass jede Pflanze, jedes Tier, jedes Insekt, jeder Baum und jeder Mensch Teil des einen lebendigen Bewusstseins sind. – Daran, dass wir uns weniger oder gar nicht mehr achtlos oder respektlos uns selbst und anderen Menschen, Tieren, Pflanzen oder Dingen gegenüber verhalten, erkennen wir, dass wir diesen Schritt getan haben.

 

  • Daran, dass wir uns zunehmend mehr Zeit nehmen uns selbst zu spüren und genau wahrzunehmen was gerade wirklich in uns selbst los ist, bevor wir reagieren, erkennen wir, dass wir auf einem sehr guten Weg sind.

 

  • Daran, dass wir immer häufiger erkennen, wenn wir nicht im Hier und Jetzt sind, sondern Geschichten aus der Vergangenheit präsentieren oder in die Zukunft projizieren und uns so Hoffnung oder Angst machen, ersehen wir unsere Entwicklung.

 

  • Daran, dass unser Herz sich immer mehr öffnet, dass wir uns verletzlicher sein lassen, dass wir uns dem Leben immer mehr anvertrauen und erkennen wo wir es nicht tun, zeigt uns, dass wir auf einem sehr guten Weg sind, hin zu immer mehr Eigenverantwortung. Denn Bewusstseinsentwicklung kann nur einhergehen mit einer vergrößerten Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und in gewisser Weise auch damit sichtbar zu sein.

 

Danke für diese Erkenntnisse.

Herzlichen Gruß

Peter Hellwig, www.hellerweg.de

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