Supervision heißt in etwa: Den Blick von einer höheren Warte auf etwas zu richten; einen größeren Überblick zu gewinnen, eine Metaposition einzunehmen.

Supervision dient und unterstützt Menschen, die mit anderen Menschen arbeiten. Sie hat zwei unterschiedliche, sich ergänzende Perspektiven.

Erstens schaut sie auf die Beziehung zwischen Supervisand und dessen Klienten! Eine Pädagogin oder ein  Pädagoge arbeitet meist, angestellt in einer sozialdienstlichen Einrichtung, mit Kindern und erwachsenen Menschen aus unterschiedlichsten Sozialschichten, oft mit Migrationshintergrund, häufig mit traumatisierten Menschen, im Auftrag der Jugend- und Sozialämter.

Verstärkt werden kommunale Aufträge zur Betreuung und Integration von Flüchtlingen mit einbezogen. Sehr speziell betroffen sind die MitarbeiterInnen in den Inobhutnahmestellen. – Wie ist es möglich, verwaiste Kinder jeden Alters z. B. aus Nordafrika, die ohne Bezugspersonen eingereist sind, so zu unterstützen, dass die traumatischen Erfahrungen zuerst einmal nicht ständig in den Vordergrund rücken? Wie sollte der Umgang sein, wenn sich Folgen der Traumatisierungen ganz offensichtlich zeigen? Wie kann die professionelle Begleiterin oder der Begleiter sich angemessen abgrenzen, sich gleichzeitig aber auch stimmig auf die Situation einlassen? Es gibt eine Menge Fragen und enorme Herausforderungen.

Fast alle Pädagoginnen und Pädagogen sind in der Unterstützung der Hilfe benötigenden Menschen im direkten Kontakt auf sich selbst gestellt. Das erfordert eine extrem hohe Achtsamkeit und Flexibilität in jedem Augenblick, da sie jederzeit mit nicht vorhersehbaren Umständen angemessen umgehen und darauf reagieren müssen. Die Aufarbeitung solcher Schwierigkeiten steht bei der Supervision meistens im Vordergrund.

Zweitens ist der Blick auf intrapersonale Aspekte des Supervisanden wichtig. Denn jede äußere Situation geht in Resonanz mit der inneren Struktur des professionellen Begleiters. Das ist etwas, was man insbesondere in schwierigen Situationen nicht vermeiden kann. Wenn wir uns diesen Resonanzen nicht mit Bewusstheit nähern, oder sie möglicherweise sogar versuchen zu verdrängen, werden sie an Stellen zum Vorschein kommen, die niemanden nützlich sind. Z. B. in der privaten Umgebung der Pädagogin oder des Pädagogen. Langfristig führt solches Verdrängen oft zu Burnout oder anderen Erkrankungen oder zumindest zu starker Unlust, was wiederum die persönliche Arbeitssituation negativ belastend beeinflusst.

Supervision ist insbesondere in heutiger Zeit angehalten, beide Perspektiven dieser Unterstützung bereit zu halten, denn oft sieht man gerade den zweiten Aspekt, selbst bei langjähriger Erfahrung im Beruf bei sich selbst nicht. Natürlich gelten diese Aussagen nicht nur für Sozialpädagogen, sondern für alle Menschen, die mit anderen Menschen arbeiten, seien es Therapeuten, Ärzte, Lehrer, etc..

In einer meiner eigenen Supervisionsstunden sagte mein Supervisor zu mir: “Wenn ich zu Ihnen käme, könnten genauso gut Sie mein Supervisor sein. Mir geschieht es ebenso, wie meinen Klienten, dass ich in meinem eigenen Feld manchmal nicht durchblicke und Hilfe durch einen neutralen Blick von außen gebrauchen kann.”

Das macht deutlich, dass ich nicht mit einem Wissensvorsprung in die Supervision gehe, sondern interessiert – und im Gegensatz zum Betroffenen, unabhängiger schauen kann. Ich nutze für meine Arbeit einen gestalt- und körpertherapeutischen Hintergrund, sowie die Aufstellungsarbeit und den prozessorientierten Dialog.

In diesem Sinne stehe ich Ihnen mit meiner ganzen Person in Achtsamkeit zur Verfügung.

Termine für Gruppen nach Absprache.

Für Einzelsupervision und Coaching stehe ich natürlich auch zur Verfügung.

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