Nicht-Fühlen ist bereits ein Gefühlsausdruck!

Ein Raum, in dem genau das eingeladen ist, was jetzt ist, Freude, Angst, Wut, Scham, Trauer und auch Nicht-Fühlen.

Unsere Welt spaltet sich immer mehr auf in die Menschen, die sich auf sich selbst, auf die Gefühle, auf die Umwelt einlassen und sie wirklich immer mehr wahrnehmen und in die, die sich selbst fast gar nicht fühlen, die einfache Logiken bevorzugen, die zurück wollen zum Alten.

Doch genau diese Haltungen, und damit meine ich tendenziell beide, bringen uns an den Rand der Katastrophe in dieser Welt. Wir brauchen alle Menschen, um einen weiteren Schritt in eine zukunftsfähige Gesellschaft zu gehen. Ausgrenzung hilft uns nicht weiter, wie wir bereits sehen können. Und wie können wir integrieren? Wie können wir die Separation beenden? Wir können lernen uns wieder zu beziehen, auf uns selbst, auf alle unsere Mitmenschen, auf unsere Welt. Und ich möchte das mit Euch tun und zwar am Beispiel einer sozialen und gefühlsmäßigen Bezeugung dessen was ist.

Wie können wir lernen, Informationen und Nachrichten, seien sie aus der Presse oder aus der unmittelbaren Umgebung (Arbeitsplatz, Kommune, Region, Familie) adäquat gefühlsmäßig zu verdauen? Allzuoft sind die schlechten Nachrichten nicht mehr annehmbar. Wir wehren sie innerlich ab. Was geschieht wenn wir uns dem, was ist, wirklich zuwenden? Könnte das schon ein wichtiger Schritt für „Heilung“ sein? Separation ist die Hauptkrankheit unserer Welt. Separation von uns selbst, von der Umwelt usw.. Integration heilt sie!?

Ich freue mich auf Dich! Lasst uns zusammen ein verbindendes, intelligentes Feld aufbauen, in dem nichts ausgeschlossen wird. Ist das herausfordernd? Ja, für manche vermutlich schon. Wir werden es online tun und gemeinsame, verbindende Erfahrungen machen. Jeder kann sich einen sicheren Platz Zuhause einrichten.

Ungefährer Ablauf:

  • Im Vorfeld können mir Themen, die Dich berühren, per Mail zugesandt und mit ein paar Stichworten beschrieben werden. Entweder wähle ich das Thema aus oder wir zusammen. Das wird sich im Laufe dieses Forschungsprozesses zeigen.
  • meditative Einstimmung auf den Abend und die Themen oder das Thema.
  • Je nach Größe der Gruppe, kann jeder etwas einbringen, wenn gewünscht. Es können auch Diaden oder Triaden eingerichtet werden.
  • Wir stimmen uns gemeinsam auf das Thema ein, ein gemeinsamer Fühlraum entsteht. Vielleicht kommt manches zum Ausdruck. Vielleicht weint jemand, vielleicht wird jemand wütend. Vielleicht fühlst Du nichts. Wir lassen diesen Ausdruck weitgehend zu. Es kann sein, dass ich unterstützend eingreife, falls nötig.
  • Wir machen eine Abschlussmeditation, vielleicht, je nach Stimmung noch einmal Diade, um noch das auszusprechen, was noch gesagt werden muss.

Zeiten und Anmeldung ganz unten: Das Angebot ist ein Forschungsprojekt und braucht Unterstützung zunächst einmal in Form von kleinen oder größeren Spenden. Ich gehe davon aus, dass wir viele Menschen brauchen, um ein wirksames Feld zu errichten. Wir fangen so an, wie es kommt. Ich freue mich auf Dich und Euch!

Unten siehst Du noch was zu den Terminen und die Anmeldung. Nach Anmeldung bekommst Du die Zugangsdaten und weitere Infos für die Onlineverbindung.

Liebe Grüße und ich wünsche uns ein wenig Mut.

Peter

 

Hier noch ein paar mehr Ausführungen zur Vertiefung dessen, worum es geht:

Menschen fühlen!

WIR sind fühlende Wesen! Auch Tiere fühlen, sogar Pflanzen geben gefühlsmäßige Reaktionen von sich, wenn man sie auf Zellebene untersucht, z. B. wenn man mit ultrafeinen Elektroden die Erregungspotenziale der Zellen misst.

Gefühle sind die Sprache von sozialen Gemeinschaften; ohne Gefühle keine tiefe Kommunikation. Fühlen ist für unsere Gesundheit, für die Gesundheit der Tiere und sogar der Pflanzen elementar. Mit Fühlen meine ich vor allem aktives und reaktives Fühlen. Aktiv bedeutet, dass möglicherweise ohne äußere Anlässe Gefühle in mir auftauchen, die Freude, Trauer, Angst, Wut oder Scham zeigen.

Reaktive Gefühle können auftauchen, wenn ich etwas im Außen erlebe, z. B. dass in mir Scham aufsteigen lässt, wenn ich sehe, wie wir als Menschheit mit unserem wunderbaren Planeten umgehen oder Freude, wenn ich sehe, wie wunderschön unsere Erde ist, zum Verlieben. Also könnte auch Liebe auftauchen. (Emotionen, darunter verstehen wir Gefühle, die sehr viel früher entstanden sind, aber zu dem Zeitpunkt nicht zu Ende gefühlt und abfließen konnten, jetzt aber durch einen Trigger, also einen Auslöser, wieder reaktiviert werden, beziehen wir nur implizit in diesen Prozess mit ein. Das ist hier nicht das Hauptthema.)

Wenn wir uns heute mit den Nachrichten der Welt beschäftigen, sie sehen und hören, …. öffnen wir uns dann dafür, das zu fühlen, was diese Nachrichten mit uns machen? – In den allermeisten Fällen wahrscheinlich nicht. Wir neigen dazu, sie zu verdrängen und versuchen diese Nachrichten deshalb außerhalb unserer Persönlichkeit, außerhalb unseres Empfindungsapparates zu platzieren, vielleicht einfach als Gedanken im Kopf. Doch geht das wirklich? Und was bedeutet das für uns und unsere Welt?

Die Folge ist, dass wir nicht in Beziehung sind. Einerseits nicht mit uns selbst, weil wir dann einen Teil unserer Selbst, nämlich den, der sich betroffen fühlt, aussperren oder einsperren. Andererseits sind wir nicht im Kontakt mit dem Geschehenen und den Betroffenen des Geschehens. Also auch da trennen wir uns ab, grenzen aus.

Das hat fatale Folgen. Wir, die wir das tun, fühlen uns folglich teilweise nicht mehr verbunden mit uns selbst und der Welt. Wir spüren nicht mehr, was uns selbst gut tut. Und unsere Wahrnehmung dafür, was die Welt durch uns oder überhaupt braucht, wird reduziert oder vielleicht sogar ganz abgeschaltet.

Wir können sehen, dass sogar nicht nur die westliche Welt in dieser Weise nicht im Kontakt mit sich selbst und der Umwelt ist. Umweltzerstörung, Klimaprobleme, Ausbeutung und Ressourcenvernichtung sind die Folge. Da wir nicht in Verbindung mit der Grundlage unseres Lebens stehen, sägen wir den Ast ab, auf dem wir sitzen.

Und ich meine das hier ganz und gar nicht moralisch. Es geht mir nicht darum, mir oder Dir ein schlechtes Gewissen zu machen. In diesem Fall geht es mir um Logik. Können wir erkennen, dass unsere Ausgrenzung und Distanzierung unserer Empfindungen und Gefühle fatale Folgen hat, … am Ende für uns und die ganze Welt?

Was können wir tun?

In diesem regelmäßigen Forschungsprojekt geht es darum, sich dem Empfinden und Fühlen in einer sicheren Umgebung wieder anzunähern. Es geht darum, sich zuerst einmal wieder bewusst zu werden: „Wie stehe ich tatsächlich im Kontakt mit dem, was ich erlebe? Lasse ich mich berühren von dem was ich sehe oder höre? Lasse ich es in mich hinein? –

Wie wäre es, wenn ich mir genau das erlaube? Dieses Mal aber mit Zeit, Raum und Bewusstheit! Bisher war ich wahrscheinlich unbewusst in der Ausgrenzung der Welt. Jetzt kann ich lernen, meine Distanzierung als Schutz wahrzunehmen. Wenn ich jetzt müde werde, mich langweile, in Gedanken abschweife oder zu gähnen anfange, kann ich für möglich halten, dass das eine unbewusste Reaktion auf die jetzige Einladung ist? – Erfahre ich mich selbst jetzt als Teil der Welt, als Teil der Lebensgemeinschaft der Flora und Fauna auf diesem Planeten?

Jetzt besteht die Möglichkeit, meinen inneren Raum für die Ereignisse, die mir z. B. in den Nachrichten begegnen zur Verfügung zu stellen oder ganz bewusst zu verschließen und nicht nur einfach als Reflex, der unbewusst abläuft. Und es geht darum zu erkennen, dass das nicht falsch ist, sondern notwendig für viele Menschen, deren Nervensystem noch untrainiert ist, dafür den Raum für tieferes Fühlen bei diesen Themen zu öffnen. Daran ist nichts falsch. Wir brauchen dafür eine Rehabilitation in der Bewertung, die Anerkennung, dass es so ist. Und mir geht es in diesem Zusammenhang nicht einmal um die Gründe dafür. Weil es von mir nicht infrage gestellt wird, nicht zu fühlen. Im Gegenteil es ist eingeladen. Auch das können wir teilen.

Wenn wir uns das erlauben, entsteht wahrscheinlich erstmals die Möglichkeit, uns den Raum des Mitfühlens mit anderen Menschen, mit Tieren, mit Regionen dieser Erde zu öffnen.

In unserer entstehenden Gemeinschaft mit 50 oder 50 000 Menschen wollen wir Forschungsräume dafür öffnen, dass Geschehenes bewusst gefühlt werden kann oder nicht gefühlt wird. Der große Unterschied ist vor allem der: Wir machen das als „gemeinsames Nervensystem“.

Für eine innere angemessene Verarbeitung der Ereignisse, die uns weltweit oder auch regional begegnen, ist unser individuelles Nervensystem bisher nicht stark genug. GEMEINSAM werden wir aber in vielen Fällen die Fähigkeit haben, dieses zu fühlen. Und damit verändert sich sofort etwas in dem Ereignis. Es tritt in Kontakt, wird gefühlt, wird wahrgenommen, d. h. für wahr genommen und dadurch verändert sich sofort der Zustand. Es entsteht auf einer bestimmten Ebene eine Entspannung. 

Damit treten wir wieder in den Kontakt mit den von den Ereignissen betroffenen Menschen, Tieren, Pflanzen und Regionen. Wir werden lebendige Zeugen! Wir nehmen wahr und kommen in Kontakt mit dem Gefühl, was gerade erforderlich ist. Und das hat unmittelbare Auswirkungen auf uns und unsere Umgebung, vermutlich sogar auf das Ereignis selbst.

Ich gehe davon aus, dass Begegnung heilt und dass Distanzierung und Ausgrenzung krank macht. So ist das bei uns einzelnen Menschen, wie auch bei ganzen Volksgruppen oder auch bei Tieren. Wie wir in der Therapie sehen können, führt vor allem die Erfahrung von Sicherheit in Beziehung zur Heilung von Trauma. Die Erfahrung der Qualitäten von Geborgenheit und Schutz erlauben unserem Nervensystem sich für ganz neue Erfahrungen zu öffnen. Wir sind dann nicht mehr nur im Rückzug, sondern können uns für unsere Kreativität, Intuition und Inspiration öffnen. Das Leben wir reichhaltiger, befriedigender und liebevoller.

Ich, Peter Hellwig, möchte das gerne mit Dir regelmäßig teilen. Um für diesen Forschungsraum Zeit und Ressourcen zur Verfügung stellen zu können, freue ich mich über kleine finanzielle Spenden. Wenn Du das Gefühl hast, dass Dir dieses Projekt wirklich auch am Herzen liegt, kannst Du natürlich mehr spenden.

Nach der Anmeldung (siehe unten) bekommst Du weitere Informationen zu der Onlineverbindung. Das ist sehr leicht herzustellen. Also, wenn Du unsicher mit dem PC bist, es wird klappen.

Der erste Termin wird sein: „Fühlraum zur Heilung unseres Lebensraums“  Start: Donnerstag, der 05.09.2019, 20 – ca. 22 Uhr.

Folgetermine voraussichtlich:

Do. 26.09., 20 Uhr

Do. 17.10., 20 Uhr

Do. 21.11., 20 Uhr

Do. 19.12., 20 Uhr