Was ist das Hauptsymptom von Leiden? Was lässt uns leiden? Und wonach sehnen wir uns, wenn wir sehr tief in uns hinein schauen?

Wenn wir als Babies die Erfahrung von vollkommener Verbundenheit mit der Mutter machen, sind wir unmittelbar sofort im gleichen Maße mit der Welt verbunden. Wenn wir in ein traumatisiertes Feld hinein geboren worden sind, dann konnten wir vielleicht nicht die Erfahrung von vollkommener Verbundenheit in Liebe mit der Mutter (oder Vater) machen. Die Folge: Wir suchen ein Leben lang danach, um doch noch Verbundenheit zu erleben. – Gleichzeitig haben wir Angst davor. Denn wenn wir die tiefe bedingungslose Liebe fühlen würden, könnten wir sie wieder verlieren. Und das hatten wir schon einmal. Das wollen wir nicht noch einmal erleben.

Tatsächlich suchen wir aber stets danach und wollen sie auch erleben. Könnte man also sagen: „Das Hauptsymptom von Leiden ist das Gefühl von getrennt-Sein?  Und die größte Sehnsucht ist die nach tiefer Zugehörigkeit und Sicherheit in der Gemeinschaft?“

Ich lade Sie ein, das miteinander gemeinsam zu erforschen.

In diesem Onlineseminar geht darum, uns nach und nach wieder zu angemessen fühlenden Wesen werden zu lassen. So dass wir alle mehr und mehr in die Lage versetzt werden, uns selbst UND die Ereignisse in der Welt zu fühlen. Wenn wir wieder lernen zu fühlen, was um uns herum geschieht, werden wir zu liebenden Menschen.

Wir werden in der Lage sein, uns selbst als viel vollständiger zu erfahren. Wir sind achtsamer mit uns und mit allen anderen. Wir werden erkennen, wo wir nicht mit uns selbst im Einklang sind. Wir werden heraus finden, was uns gut tut und was nicht. Wir werden entdecken, dass die Liebe in uns wohnt und dass sie einen Weg sucht, sich in Beziehung auszudrücken. Wir werden Freude erleben.

Während dessen werden Gefühle hochkommen, die wir nicht haben wollen. Doch sind sie ohnehin im Hintergrund wirkend schon da und wenn sie nicht ins sichtbare und fühlbare Feld unseres Bewusstseins kommen, treiben sie im Verborgenen ihr Unwesen. Wenn wir lernen, sie tiefer und tiefer zu fühlen und zu uns zu nehmen, werden sie transformiert. Daran werden wir in der gemeinsamen Unterstützung arbeiten. Wir brauchen Menschen, um uns von der Getrenntheit zu heilen. Wir brauchen dazu ebenfalls einen sicheren Raum. Wo kann es sicherer sein, als bei Dir Zuhause!?

Ist uns schon klar, dass Trauer und Vertrauen sehr stark miteinander verwandt sind? Trauern können wir nur, wenn wir ver-trauen können. Deshalb hat Trauer viel mit Liebe zu tun. Denn reine Trauer, ohne irgendeinen inneren Widerstand, ist reine Liebe, sie ist Vertrauen. Vertrauen in den stimmigen Ausdruck unseres Wesen, das wir sind. Trauer ist eines von den 6 Grundgefühlen: Trauer, Freude, Wut, Angst, Scham. Und gerne nehmen wir noch das Gefühl des „Nicht-Fühlens“ hinzu. Nicht-Fühlen ist eine intelligente Konsequenz für eine überwältigende Gefühlsenergie, die wir vermutlich irgendwann erlebt haben.

Das Ausdrücken von Gefühlen ist eine sehr frühe Form der Kommunikation zwischen Tieren und erst recht auch zwischen Menschen. Wenn dein Partner oder dein Gegenüber seine Gefühle unterdrückt, weißt Du oft nicht, wie Du darauf reagieren sollst. Wir wissen dann nicht woran wir mit unserem Gegenüber sind. Umgekehrt natürlich genauso. Jedes Gefühl hat so genannte negative Aspekte und vor allem auch positive Aspekte. Ohne unsere Gefühle sind wir nicht vollständig. Gefühle sind zur Beziehungsbildung und damit zur Gemeinschaftsbildung unmittelbar notwendig. Den stimmigen Umgang damit müssen viele von uns trotzdem erst einmal lernen. Das können wir aber nicht allein machen. Auch dazu brauchen wir einen vertrauensvollen Gemeinschaftsraum.

Gleichzeitig sind wir nicht falsch, egal wo wir gerade in unserer Entwicklung stehen. Keiner von uns ist falsch. Wie sind das Ergebnis unserer Erfahrungen. Wir sind die Kinder unserer Eltern. Wir sind die Konsequenz dessen, was wir mitgebracht haben. Vielleicht schon durch unsere Eltern und Großeltern, – ganz sicher aber durch das, was wir in unserem Leben von der Zeugung an erfahren und durchlebt haben.

Insofern ist alles vollkommen richtig mit uns. Und, – wir dürfen uns verändern. Nichts muss so bleiben wie es ist, auch wir nicht. Wir können uns auf einen Wachstumsprozess einlassen. Die einzige Voraussetzung, die wir dazu brauchen, ist die Bereitschaft mit dem zu sein, was jetzt ist. Und zwar wirklich mit dem zu sein.

Das werden wir gemeinsam üben. Das Paradoxe ist: Wenn wir das, was ist, zutiefst annehmen, verändern wir uns automatisch hin zu mehr Freiheit, tieferen Beziehungen, zu mehr Liebe zu uns selbst und anderen gegenüber, dem Leben gegenüber. Wir steigen endlich in den Fluss des Lebens ein.

Wollen wir das? Ich schon.

Und ich werde Sie darin unterstützen, wir werden uns gemeinsam unterstützen. Wir werden als Gemeinschaft eine besondere Kraft darin entwickeln einen sicheren Raum aufzubauen, der es uns ermöglicht, ganz und gar mit dem zu sein, was jetzt ist. Einerseits ist es total einfach. Andererseits will ein Teil unseres Wesens immer genau das nicht. Es will weg vom Hier und Jetzt. Er will nicht das annehmen, was jetzt ist.

Auch hier ist die Lösung einfach. Es geht darum, auch das Wegwollen mit einzubeziehen.

Das werden wir gemeinsam machen. Wir werden gemeinsam ein Feld eröffnen, stärken und erweitern, in dem es immer leichter möglich wird, genau da zu sein, wo das Leben stattfindet: nämlich im Hier und Jetzt. Die Liebe ist mit uns und wir werden gemeinsam die Erfahrung von Verbundenheit und Freude machen können.

 

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