Ich schaue in die Welt und sehe gerade zurzeit, wir schreiben das Jahr 2021, einen für die meisten von uns bis vor kurzem noch unvorstellbaren Wandel in Politik, Gesundheit, Freiheit, Grundrechten, Umwelt, Naturschutz, Klima. Gleichzeitig bin ich erstaunt darüber, wie wir neues Leid produzieren und Traumata für Alt und Jung hervorrufen. Vieles unter dem Diktat der Hilfe und des Schutzes der Bevölkerung. Es werden Milliarden, und sogar Billionen von Euros und Dollars ausgegeben, ohne dafür eine klare Evidenz nachzuweisen. Hier gibt es sehr viele Fragezeichen in der Arbeit der Politik und der Presse.

Doch zu diesem Zeitpunkt möchte ich darauf nicht weiter eingehen. Denn ich möchte vor allem eines aufzeigen: Hier geschieht massive Trennung, Spaltung. Es gibt eine Polarisierung, die durch alle Schichten und Gemeinschaften geht. Alleine dieses Phänomen finde ich sehr interessant.

Spaltung: Wann hat es die zuletzt gegeben? Spaltung gibt es immer. Insbesondere spalten wir uns von unseren inneren Gefühlen, Werten und Empfindungen ab. Wir (wenn ich hier „Wir“ schreibe, meine ich den größten Teil der Bevölkerung) wollen bestimmte Dinge nicht fühlen. Zum Beispiel wollen wir nicht an uns heranlassen, wie es sich anfühlen würde, die Verletzungen der Wälder, die Vergiftung und Ausbeutung der Umwelt und natürlich auch der hungernden und armen Menschen in dieser Welt, wahrzunehmen. Wir distanzieren uns davon. Und ich meine das hier nicht moralisch, sondern einfach nur als Erkenntnis. Ja, so machen wir es. Wir wollen nicht die Auswirkungen der Klimaveränderung spüren. Wir wollen nicht mitfühlen, wie sich so ein intelligentes Tier, wie das Schwein, in einer Mastanlage fühlen muss. Wir kaufen Eier aus Legebatterien und würden uns vermutlich gruseln und übergeben, wenn wir nur eine Stunde in so einer Anlage aushalten müssten. Davon gäbe es viele Beispiele. Vieles können wir auch nicht aushalten. Ich könnte es auch nicht. Warum? Weil unser Nervensystem nicht daran gewöhnt so ist, soviel Leid als Energie durchfließen zu lassen. Wir würden blockieren, erstarren, vielleicht uns traumatisieren.

Könnte es sein, dass wir auch mit solchen „Lebensmittelproduktionen“ Trauma erzeugen? – Ein ganz klares Ja, für die betroffenen Tiere. Aber was ist mit uns Menschen? Was ist mit dem Kollektiv?

Erzeugen wir mit diesem unmenschlichen Umgang mit Tier und Natur kollektives Trauma? 

Seit Jahren interessiert es mich, tiefere Erkenntnisse zum kollektiven „Wesen“ zu bekommen! Was ist das Kollektiv? Wie kann man Kollektives wahrnehmen? Kann man klare Unterscheidungen fühlen und innerlich erkennen, zwischen dem was nur das Eigene (z. B. die Persönlichkeit, Trauma, Wünsche, Empfindungen usw.) ist, oder was mit dem jeweiligen Kollektiv verbunden, bzw. verschränkt ist?

Vor einiger Zeit begegneten mir jetzt sehr persönlich in meiner Arbeit Schicksale, die sehr eng mit kollektivem Trauma, tlw. direkt kausal verknüpft sind. Auf der einen Seite war das überraschend und doch ist das nicht so ungewöhnlich, denn diese Dinge ziehen sich gegenseitig an. Wenn ich ein großes Interesse an etwas gewinne, werden sich entsprechende Ereignisse einstellen. Dieses Phänomen höre ich von sehr vielen Therapeuten. Meistens bezogen auf die eigenen Probleme, die man selbst gerade zu bewältigen hat, melden sich entsprechende Klienten mit sehr ähnlichen Themen.

Es gibt bisher ein paar wenige Erkenntnisse in Bezug auf kollektives Trauma, die oft irgendwelchen Richtungen zugeordnet werden und dann, wie z. B. beim Schamatismus, eine ganz eigene Sprache darum herum entwickelt haben. Mich interessiert es mehr, die Dinge nicht in einem bereits vorhandenen Schema zu betrachten, sondern eher phänomenologisch. Wie fühlt es sich an? Was fallen mir dazu für Bilder ein? Wie kann man die Gefühle dazu innerlich unterscheiden und beschreiben?

Vor ein paar Jahren war ich bei Thomas Hübl, einem spirituellen Lehrer und Traumaforscher, der sich insbesondere auch für kollektives Trauma interessiert, mit 150 Menschen aus 39 Ländern dieser Welt für ein Forschungsjahr zusammen, zwei Male auch in Israel. Es war ein Beginn des so genannten Pocket-Projects.

Die Gruppe war sehr heterogen und brauchte eigentlich sehr viel persönliche Unterstützung, so dass der Blick auf das Kollektiv nur durch die persönliche Brille möglich war. Vielleicht kann das auch nicht anders sein. Das Projekt geht weiter und wer Interesse hat, kann das auch öffentlich verfolgen.

Seminar zur Erforschung und Differenzierung von persönlichem und kollektivem Trauma vom 21.-26.06.2021

Vom 21. – 26. Juni diesen Jahres möchte ich gerne mit Euch diese Erforschung weiter führen. Mit diesem Seminar möchte ich einen Erfahrungsraum aufmachen für Menschen, die einerseits bereits mit persönlichen und vielleicht auch kollektiven Traumata im Kontakt sind und außerdem schon selbst eine Menge Vorerfahrung im Bereich von Selbsterforschung und Heilung gemacht haben. Wir werden eine klare Ausrichtung formulieren und dazu die Gruppenintelligenz einladen. Als Gruppe werden wir ein Vielfaches an Kompetenz und Reichweite zur Verfügung haben. Schon Jesus soll gesagt haben: „Wenn Ihr mich von ganzem Herzen rufen werdet, so werde ich unter Euch sein! … Und wenn einer von Euch die Wahrheit spricht, so werdet Ihr sie erkennen!“

So können wir uns diesen Themen auf der einen Seite eher vorsichtig forschend und auf der anderen Seite intuitiv und mit Inspiration zuwenden. Wir werden gemeinsam über knapp eine Woche den Raum vertiefen und uns als Stellvertreter für Erkenntnis und Heilung achtsam zur Verfügung stellen. Die Umgebung und auch genügend Freizeit wird ihres dazu tun.

Eingebettet in einem schönen Seminarhaus mit reicher Natur und Tierwelt um uns herum, werden wir uns in einer klaren Struktur des Tagesablaufs diesen Themen zuwenden.

Zur Teilnahme an diesem Seminar bitte ich vorher persönliche Gespräch mit mir zu führen. Denn wir werden uns sehr intensiven Prozessen zuwenden und ich möchte sicher gehen, dass wir alle dafür gut genug vorbereitet sind.

Gleichzeitig freue ich mich auf die gemeinsame Arbeit mit Dir, mit Euch, in einer sehr achtsamen und verantwortungsvollen Weise.

Peter Hellwig Feb. 2021

 

Differenzierung von kollektivem Trauma und persönlichem Trauma

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