Sexualtherapie

Unsere Beziehungen spiegeln sich in unserer Sexualität wieder. Sind wir frei oder fühlen wir uns abhängig von dem Partner oder der Partnerin? Haben wir Angst verlassen zu werden? Bedrängt uns unser Partner?

Erlauben wir uns regelmäßig echten Freiraum mit unserer Partnerin, ohne Fernsehen, ohne Kinder oder andere Ablenkungen? Sind wir als Paar in der Lage, uns ganz und gar ein paar Stunden in der Woche für uns zu reservieren? Eine Zeit, die nicht mit Inhalt verplant ist? Können wir uns so etwas überhaupt vorstellen? Eine Zeit, die nicht schon mit Absichtserklärungen oder Vorstellungen belegt ist? Ein Weg dahin könnte eine Zeit für Zwiegespräche sein (anklicken für Zwiegespräche).

Die Sexualität in uns ist ein Trieb, ein Antrieb, der evolutionäre Antrieb. Er dient der Vervielfältigung, der Arterhaltung, in diesem Fall der Gattung Mensch.

Dagegen ist Erotik etwas, was nur uns Menschen vorbehalten ist. Erotik ist ein lebendiges zwischenmenschliches Spiel, was sich im Laufe der Beziehung leicht „abnutzt“. Die Sexualität wird dann langweilig oder stereotyp. Die Abläufe des Zusammenseins wiederholen sich. Es gibt kaum Aha-Erlebnisse, vieles – vielleicht alles, ist vorhersehbar.

Ohne eine gewisse Unsicherheit im Kontakt entsteht keine Erotik. Sind wir bereit uns ganz und gar in dem jetzt entstehenden Augenblick zu treffen? Ohne inneren, offenen oder geheimen Plan davon, was jetzt gleich geschehen soll?

Viele Menschen wünschen sich eine lebendige Beziehung, spannende erotische Sexualität. Und sie streben gleichzeitig nach Sicherheit und Zuverlässigkeit. Sicherheit in der Beziehung ist vor allem wichtig in Verbindungen mit Kindern. Die Verantwortung für die Kinder liegt bei den Erwachsenen, bei den Eltern.

Der Wunsch nach Sicherheit, wenn er sehr stark ist, behindert allerdings eine erotische Sexualität. Erotik entsteht aus dem Augenblick heraus, in dem wir nicht vorher wissen, was und wie etwas geschehen wird. Das schließt eigene Wünsche nicht aus. Wenn Sie gegenüber Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner einen Wunsch haben, ist es wichtig, sich damit zu zeigen und ihn in Worte zu fassen und auszudrücken, auch wenn damit das Risiko der Ablehnung des Wunsches damit verbunden ist. In den meisten Fällen bringt genau dieser verbale Ausdruck der Wünsche ein neues Element in Ihre Beziehung und neue Lebendigkeit kann entstehen.

Es gibt keine einfache Lösung, echte erotische, lebendige, spannungsgeladene Sexualität zu leben.

Die Antwort lautet: Beides zu seiner Zeit! Einerseits richten wir Eltern uns in der Familie aus, unseren Kindern und uns gegenseitig zuverlässige Eltern und Partner zu sein. Andererseits erlauben wir uns und dem Partner oder der Partnerin Freiräume für die eigene Entfaltung.  Die Auseinandersetzung in der Beziehung ist dazu sehr wichtig. Oft hilft ein unabhängiger Begleiter, ein Therapeut, um die ungünstigen Gewohnheiten oder Ängste sichtbar und damit lösbar zu machen.

Dazu stehe ich gern zur Verfügung.

Link zum Thema Eifersucht!

 

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