„Der Lehrer und der Schüler erschaffen zusammen die Lehre“

alte buddhistische Weisheit.

 

Immer mehr Menschen beschäftigen sich nicht nur gelegentlich mit ihrer persönlichen oder überpersönlichen Entwicklung. Eigentlich sollten auch die Kirchen dafür einen Raum bieten, doch für eine echte spirituelle Mystik, die mehr eröffnet als z. B. dogmatische Überlieferungen stehen nur wenige Unterstützer in der Kirche bereit. Zeiten in denen spirituelle Literatur (wie zum Beispiel von Eckhart Tolle „Jetzt – die Kraft der Gegenwart“) zu Bestsellern werden, eröffnen einen neuen Bedarf an Begleitern, die angemessen zur Verfügung stehen.

Genau diese Aspekte brauchen Aufmerksamkeit in unserer Welt. Könnte es sinnvoll sein, seinen spirituellen Begleiter in der Nähe zu wissen? Jemand, der sich selbst intensiv auf dem Weg gemacht hat und bereits einen Schritt voraus ist?

Kennen Sie zum Beispiel Ken Wilber, einen der größten lebenden Philosophen mit seinen Beschreibungen von Bewusstseinsentwicklung, die immer einhergeht mit einem wachsenden Mitgefühl? Oder Andrew Cohen? Wie steht es mit Jiddu Krishnamurti, Steven Harrison, Tony Parsons, Thich Nath Hanh oder auch Thomas Hübl. Das sind einige lebende und auch verstorbene Autoren und Lehrer, die sich ganz und gar der Entwicklung von Bewusstheit gewidmet haben und weiterhin widmen. Deren Grundaussagen sind fast identisch, deshalb muss man nicht von jedem gehört haben.

Ich verstehe mich in diesem Sinne als spiritueller Begleiter, auch wenn ich von mir nicht behaupten möchte erleuchtet zu sein. Kürzlich las ich in einem alten Artikel der Zeitschrift Connection, in dem es um die Nachfolge von Osho ging, dass jemand gesagt habe, wenn ein gemeiner Hund erleuchtet würde, dann sei der ein erleuchteter gemeiner Hund.

Was bedeutet das? – Wir können erleuchtet sein (jenseits des Egos, was ständig in Angst und Sorge lebt), auch wenn wir in unserer Geisteshaltung auf einer frühen Entwicklungsstufe unseren geistigen Hauptaufenthaltsort erleben. Deutlich kann dieses beispielsweise am fundamentalistischen Islam werden. Beim Christentum war es zur Zeit der Kreuzzüge auch nicht anders. Aber auch heute finden wir Dogmen, die nicht unserer Entwicklung entsprechen in den Religionen.

Erleuchtung kann uns ereilen, viel tun können wir dafür nicht.

Aber wir können uns unserem Bewusstsein zuwenden und schauen, wie viel Freiheit und Mitgefühl wir darin erleben. Sind wir bereit, unseren Grad an Freiheit zu vergrößern?

Sind wir bereit, unser Egobewusstsein durchlässiger werden zu lassen? Sind wir bereit, unserem sich ständig um die Zukunft sorgenden Verstand einen geringeren, nämlich den angemessenen Platz einzuräumen?

Sind wir bereit, zu erfahren und nicht nur intellektuell zu glauben, dass das Leben in der jetzt entstehenden Gegenwart stattfindet? Können Sie sich vorstellen, genau dorthin zu fühlen, dort zu sein?

Ich lade Sie ein, sich dem sich ständig entfaltenden Bewusstseinsfeld zu öffnen. Das ist manchmal mit Angst verbunden. Denn „… das Ego wittert hinter jeder Ecke eine Bedrohung“, wie Eckart Tolle es sagt.

Wenn wir uns von vertrauten Vorstellungen von uns selbst und der Welt lösen, weil wir erkennen, dass sie keine echte, tiefe Substanz haben, fühlt sich das manchmal sehr bedrohlich an.

Wichtig ist an dieser Stelle vor allem eine tiefere Interpretation des Geschehenen aus dem echten Erkennen heraus.

So eine Situation könnte aussehen wie versagt zu haben, ist jedoch der göttliche Gewinn im Augenblick. Eine tiefe Transformation in ein erweitertes Bewusstseinsfeld tut den nächsten Schritt.

Ähnlich sieht es auch Thomas Hübl. Er ist ein noch relativ junger spiritueller Lehrer aus Österreich, der in Deutschland und in der Welt immer bekannter wird. Jeden Sommer seit ca. 10 Jahren veranstaltet er das Celebrate-Life-Festival in Oberlethe, in der Nähe von Oldenburg in Norddeutschland.

Wir müssen uns unseren Wurzeln zuwenden, diese erkennen, vielleicht heilen z. B. durch Hinfühlen, durch Annahme, damit wir in unserem Bewusstsein auch nach oben, über unsere bisherige Zimmerdecke, hinaus wachsen können. Sinngemäß sagt er, je besser wir unsere Basis entwickeln, desto leichter geht das Wachstum nach oben, zu mehr innerer Freiheit und Verantwortung für uns selbst und die Welt.

 

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